Letztes Update: 12.11.2017  © Christian Roid  ·  ·  ·  
Titel
Vocal Appearance präsentiert ein breites Spektrum aus der Musikgeschichte:

Mittelalter

Die Entdeckung der Mehrstimmigkeit und deren Fortentwicklung begründen eine Sonderstellung der europäischen Musiktradition gegenüber allen anderen Kulturkreisen in dieser Zeit. Mit den Schulen von Saint-Martial in Limoges und Notre-Dame in Paris entwickelt sich im frühen 13. Jahrhundert die sog. "Ars antiqua", später durch kompositorische Verfeinerungen die "Ars nova" (14. Jahrhundert). Einige Sammlungen - Handschriften, wie z.B. der "Codex Bamberg", den Vocal Appearance aufgegriffen hat - zeugen von dieser ursprünglichen Art mehrstimmigen Gesangs.

Renaissance

Die Werke des 15., 16. und frühen 17. Jahrhunderts waren vor allem geprägt von der Fortsetzung der niederländischen Musik. Aus dem Flämischen und Nordfranzösischen breitete sich die Musik in Europa aus und fand schließlich ihr neues Zentrum in Italien. Charakteristisch für die Werke dieser Zeit war das kompositorische Streben nach einer Gleichberechtigung aller Stimmen. Dies zeigt sich vor allem in der für diese Epoche so typischen Polyphonie (alle Stimmen besitzen eine eigene Melodieführung). Große Meister der Vokalmusik entstammen dieser Zeit, und ihre Werke finden sich auch im Repertoire von Vocal Appearance wieder. Um hier nur wenige zu nennen: Josquin Desprez, Orlando di Lasso, Thomas Tallis, Carlo Gesualdo oder Claudio Monteverdi.

Barock

Der Barock - vielfach auch das Generalbasszeitalter genannt - kann mit der kompositorischen Vielfalt der Renaissance in punkto mehrstimmiger Vokalmusik nicht ganz mithalten. Das Orchester gewinnt in dieser Epoche (Ende 16. bis Mitte 18. Jahrhundert) mehr und mehr an Bedeutung, Chöre werden größtenteils instrumental begleitet. Dennoch gibt es auch hier fantastische reine Vokalwerke und -stücke, welche von Vocal Appearance aufgegriffen werden; beispielsweise die "Matthäus-Passion" von Heinrich Schütz.

Romantik

Die musikalische Wendung zur Romantik beginnt im frühen 19. und endet etwa in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts und kann mit diesem Begriff die unterschiedlichen Stilerscheinungen eigentlich nicht vollständig abdecken. Aber ob Franz Schuberts stimmungsvolle Lieder, die grundsätzlich eher schwermütige Stimmung bei Johannes Brahms oder Max Regers geradezu als technisch zu bezeichnende Kompositionen - der Romantik sind in ihrer Aussage fast immer ähnliche wesentliche Intentionen zueigen: das Geheimnisvolle einer höheren Welt, der direkte Ausdruck des Seelenlebens sowie der Bezug zur Natur. Gleich, welche dieser Stilerscheinungen der Romantik dem Geschmack des Zuhörers entsprechen: Vocal Appearance hat sicher das Richtige dabei.
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